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Claudio
Abbado
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Vladimir
Ashkenazy
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Luciano
Berio
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Pierre
Boulez
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Dietrich
Fischer-Dieskau
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Zubin Mehta
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Esa-Pekka
Salonen
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„So ist also die
Erziehung durch Musik darum die vorzüglichste, weil Rhythmus und Harmonie am
tiefsten in das Innere der Seele dringen, ihr Anmut und Anstand verleihen.“
Was Sokrates aussprach, hat die Geschichte von Kultur
und Gesellschaft in Europa nachhaltig beeinflusst. Es gilt noch heute und wurde
aktuell durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.
Musik
dient der freien Entfaltung der Persönlichkeit. Sie vermittelt
Wertvorstellungen und Halt in einer oftmals chaotischen und veräußererlichten
Lebenswelt.Musikalisches Empfinden und musikalischer Ausdruck erweitern die
Welterfahrung und die Selbsterfahrung der Menschen. Musizieren kultiviert die
Kommunikationsfähigkeit und fördert soziales Verhalten.
•
Musikschulen sind diesem Bildungsideal verpflichtet.
Musizieren
schult wichtige sekundäre Fähigkeiten des Menschen, die auch in anderen
Lebenszusammenhängen, z.B. im Berufsleben, förderlich sind:
Konzentrationsvermögen, Durchhalte- und Leistungswillen, Kreativität,
Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit, soziales Rollenverhalten und
Teamfähigkeit.
•
Musikschulen vermitteln den „Mehrwert“ Musikalischer Bildung.
Was Europa
in seinem Innersten zusammenhält, ist sein Wesen als Kulturraum. Die europäische
Musikkultur hat eine allen Völkern Europas verständliche Musiksprache
geschaffen. Musikalische Bildung führt zum Verstehen kultureller Unterschiede
in einer gemeinsamen Welt, trägt zu Integration und Sicherung des Friedens bei
– als lebenslanges Lernen.
•
Musikschulen bieten Menschen jeden Alters Zugang zur Musik.
Die
europäische Musikkultur mit ihren vielfältigen Stilen und Formen ist ein
großartiges gemeinsames Kulturerbe, das es zu bewahren und weiter zu entwickeln
gilt. Musik will erlebt, verstanden, gefühlt und in all ihren Dimensionen
begriffen werden.
Musizieren als menschliche Lebensäußerung kann niemals durch technische Geräte
ersetzt werden. Selbst zu musizieren, Musik live zu hören, ist menschliche
Begegnung, gegenseitiges Verstehen, Kommunikation.
•
Musikschulen machen Musik in jedem ihrer Schüler lebendig.
Die UNESCO
hat 1998 die Entfaltung kultureller Identität in den Rang eines Menschenrechts
erhoben. Die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes von 1999 fordert, das
Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben
zu achten und zu fördern und die Bereitstellung geeigneter und gleicher
Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung zu fördern.
•
Musikschulen tragen dazu bei, diese Grundrechte zu verwirklichen.
Musikschulen brauchen für ihren wichtigen humanen
Bildungsauftrag
·
den Status als
öffentliche Einrichtungen kultureller Bildung
·
Verantwortung
der Kultur-, Bildungs- und Gesellschaftspolitik
·
ausreichende
Förderung durch öffentliche Mittel
·
breite Unterstützung aus allen Bereichen
der Gesellschaft
September 2003